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Factoring und seine Kosten: Beispiel einer Rechnungsfinanzierung

Blog | Verschiedenes

In der Schweiz wählen immer mehr Unternehmen Factoring, um ihre Verkaufsrechnungen zu finanzieren. Bevor man einen Vertrag mit einem Factor eingeht, sollte man zuerst die genaue Funktionsweise und vor allem die Kosten des Factorings kennen. Um Ihnen Klarheit zu verschaffen, haben wir die Finanzierung einer fiktiven Verkaufsrechnung als Beispiel gewählt.

Rechnungen sofort zu Geld umwandeln – dank Factoring

Um die Vorteile von Factoring in Anspruch zu nehmen, muss das Kundenunternehmen mit einem Factor einen Vertrag eingehen. Das Unternehmen wird weiterhin seine verkauften Waren oder Dienstleistungen den Kunden verrechnen, doch es gibt dabei zwei Veränderungen:

  • Dem Factor wird eine Kopie jeder Rechnung geliefert
  • Die Referenznummer auf jeder versendeten Rechnung ändert sich, wodurch allein der Factor das Geld erhält

Sobald der Factor die Rechnungskopie erhalten hat, überweist er dem Unternehmen einen Vorschuss von 90% der berechneten Summe, von der noch Servicekosten abgezogen werden. Der Saldo von 10% wird überwiesen, sobald der Factor die Zahlung des Kunden erhalten hat, also nach 30, 60 oder 90 Tagen.

Ein Beispiel

Ein Unternehmen ist im Bereich der Human Resources tätig. Es wird von einer Baufirma damit beauftragt, Arbeitskraft für ein Projekt zur Verfügung zu stellen und bietet deshalb zwei Arbeiter für eine Dauer von 15 Tagen auf. Sobald die Arbeit getan ist, wird das Unternehmen seine Dienste für eine Summe von 6’000 CHF (inklusive Entlöhnung der beiden Arbeiter) in Rechnung stellen, zahlbar in 30 Tagen. Es muss die vermittelten Arbeiter aber zuerst selbst bezahlen und kann deshalb die Zahlung des Auftraggebers nicht abwarten.

Dank Factoring:

  • Wird dem Auftraggeber (das Bauunternehmen) eine Rechnung von 6’000 CHF gesendet, der Factor erhält davon eine Kopie.
  • Profitiert das Bauunternehmen von einer Zahlungsfrist von 30 Tagen, während der Factor dem Personalvermittler bereits 90% der Rechnung im Voraus (abzüglich Gebühren) überweist, dies erfolgt innert 1 – 2 Tagen.
  • Erhält das Personalunternehmen sofort 90% der Summe (abzüglich Gebühren) und profitiert somit von sofortiger Liquidität, um die während 15 Tagen zur Verfügung gestellten Arbeiter zu bezahlen.

Damit das Beispiel komplett ist, muss man noch die Kosten des Factorings kennen, die der Factor direkt von den überwiesenen 90% der Rechnungssumme abzieht. Diese Kosten hängen von vielen Faktoren ab.

Die Kosten von Factoring berechnen

Die Kosten von Factoring hängen von verschiedenen Parametern ab, welche den Vertrag mit dem Factor beeinflussen. Man findet darunter etwa: das Kundenprofil des Unternehmens, die Anzahl an Debitoren, die durchschnittliche Zahlungsfrist für Rechnungen, den Tätigkeitsbereich, etc. Obwohl jeder Vertrag mit dem Factor einzigartig ist, gibt es Online-Rechner, wie beispielsweise den Factoring-Rechner von PrestaFlex-Services. Mit diesem Tool kann ein Unternehmer sich eine Vorstellung von den Kosten machen, die Factoring verursacht. Für unser Beispiel betragen die Kosten ungefähr 270 CHF. Im Überblick:

  • Summe der gesendeten Kundenrechnung: 6’000 CHF
  • Service-Kosten für das Factoring: 270 CHF
  • Überweisung innerhalb von 24h: 5’130 CHF
  • Saldo erhalten nach 30 Tagen (Zahlungsfrist des Kunden): 600 CHF
  • Im Total erhaltene Summe: 5’730 CHF

An wen sich wenden?

Die obenstehende Rechnung ist lediglich ein Beispiel. Wie bereits gesagt hängen die realen Kosten für das Factoring von den Vertragsmodalitäten ab. Schlussendlich bleibt es das Beste, sich für eine genauere Kostenabschätzung an einen Spezialisten wie Business-Factoring zu wenden. Ein solcher Fachmann kann Sie beraten und Ihnen eine speziell auf Ihr Unternehmen zugeschnittene Factoring-Lösung anbieten. Ein Punkt ist aber sicher: Diese neue Finanzierungstechnik hat ihren Nutzen auf dem Schweizer Markt bereits erwiesen, weshalb heutzutage immer mehr zukunftsorientierte Unternehmen den Service eines Factors nutzen.