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Widerrufungsfrist: Worum handelt es sich?

Blog | Gutschrift

Die Widerrufungsfrist, welche vom Konsumkreditgesetz festgelegt wird, zielt vor allem darauf ab, den Konsumenten zu schützen. Leider hat sie Konsequenzen für Kreditnehmer in Eile, denn sie verlängert die Dauer, bis man das Geld aus einem Privatkredit erhält. Worum handelt es sich genau und welche Folgen gibt es für die Kreditnehmer? Wir haben die Erklärungen für Sie.

Was das Gesetz sagt

Der Artikel 16 des KKG (Bundesgesetz über den Konsumkredit, siehe hier) definiert die Begriffe Widerrufungsrecht und Widerrufungsfrist genau. Dieser Artikel soll vor allem den Kunden schützen, indem es ihm erlaubt, innerhalb einer gewissen Frist seine Meinung zu ändern und einen unterzeichneten Kreditvertrag im Voraus aufzulösen. Genauer gesagt:

  • Widerrufungsrecht: Jeder Kreditnehmer kann sein Darlehen während einer gewissen Frist nach der Unterzeichnung des Vertrages auflösen.
  • Widerrufungsfrist: Die Dauer beträgt zur Zeit (2017) 14 Tage

Ein Kreditnehmer profitiert also von einer Frist von 14 Tagen, sobald sein Vertrag unterzeichnet ist, um diesen zu annullieren.

Abläufe, um sein Widerrufungsrecht geltend zu machen

Die Annullierung muss per Post eingereicht werden. Bei der Berechnung der Frist ist das Sendedatum des Schreibens ausschlaggebend und nicht das Empfangsdatum der Bank. Eine Annullierungsanfrage, welche selbst am 14. Tag nach der Vertragsunterzeichnung geschickt aber erst am 16. Tag erhalten wurde, ist immer noch gültig.

Konsequenzen für die Kreditnehmer

Obwohl das Konsumkreditgesetz es den Unternehmen grundsätzlich nicht verbietet, den Kreditnehmern das Geld sofort nach der Vertragsunterzeichnung auszuzahlen, bevorzugen es die Banken, den Ablauf der Frist abzuwarten, bevor sie das Geld überweisen. In der Tat würde eine sofortige Auszahlung der Summe zahlreiche Komplikationen für die Banken bedeuten. Im Fall einer Vertragsauflösung müsst man nämlich die Summe beim Kreditnehmer selbst einfordern! Um mehr Sicherheit zu generieren warten die Kreditinstitute also, bis die Widerrufungsfrist abgelaufen ist, bevor sie den Kreditnehmern das Geld überweisen.

Die direkte Konsequenz ist also, dass sobald der Vertrag unterzeichnet ist, der Kreditnehmer 14 Tage warten muss, bevor er sein Geld erhält, was der Widerrufungsfrist entspricht.

Endgültige Wartezeit, um sein Geld zu erhalten

Die Frist von der Kreditanfrage bis zur Auszahlung des Geldes hängt natürlich von der für die Bearbeitung der Anfrage nötigen Zeit ab. Einen Kredit schnell zu erhalten macht es nötig, die für die Anfrage nötigen Dokumente schnell zusammenzustellen und sein Dossier einer erfahrenen Agentur anzuvertrauen. Doch selbst wenn man die Abläufe verschnellert, muss die Widerrufungsfrist eingehalten werden, um die Kreditsumme erhalten zu können.

Die Bearbeitung der Anfrage wird mindestens 2-3 Werktage dauern (wenn die nötigen Dokumente bereit sind), zu denen sich die 14 Tage Widerrufungsfrist dazurechnen. Man schätzt also, dass die Zeit zwischen der Anfrage und der Überweisung des Geldes mindestens 17 Tage beträgt. Normalerweise dauert die totale Wartezeit eher 3 Wochen, falls der Kreditnehmer mehrere Dokumente zusammenstellen und schicken muss.