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Barkredit, Überziehungskredit, Kontokorrentkredit: Welche Unterschiede gibt es?

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Obwohl man normalerweise von einem Konsumkredit spricht, gibt es auch bei dieser Kreditform mehrere Untergruppen. Barkredit, Überziehungskredit oder Kontokorrentkredit: Was steckt hinter diesen Begriffen? Wir haben die Erklärungen für Sie.

Konsumkredit oder Barkredit?

Wenn man vom Konsumkredit spricht, bezieht man sich normalerweise auf einen Barkredit. Formal gesehen bedeutet dies ein Darlehen, bei dem Geld dem Kreditnehmer in Form von Geldsorten ausgehändigt wird. Einfach gesagt leiht ein Kunde Geld bei einer Bank aus. Dieses Geld wird “bar” vergeben, entweder zu eigenen Händen oder per Überweisung auf ein Bank- oder Postkonto. Die Rückzahlungsdauer wird vertraglich festgelegt und beträgt normalerweise 12 bis 72 Monate.

Überziehungskredit

Obwohl dieser Begriff selten verwendet wird und darum vielen unbekannt ist, stellt er eine weit verbreitete Kreditform dar. Jeder Kauf oder Bargeldbezug über eine Kreditkarte ist ein Überziehungskredit. Der Kreditnehmer, welcher eine Visa- oder Mastercard-Karte besitzt, bezieht einen “Vorschuss” beim Herausgeber der Karte. Am Monatsende erhält er eine Rechnung, um diesen Vorschuss zurückzuzahlen.

In den meisten Fällen kann der Vorschuss in mehreren Monatsraten zurückgezahlt werden. Es ist also nicht obligatorisch, die verbrauchte Summe auf einer Kreditkarte am Ende jedes Monats komplett zurückzuzahlen: Der Konsument kann, wenn er will, eine Teilzahlung machen. Diese Art der Rückzahlung zieht aber hohe Zinskosten auf die unbezahlten Beträge nach sich.

Kontokorrentkredit und Kreditlinie

Es gibt ebenfalls die Möglichkeit eines Kontokorrentkredites. Normalerweise haben Kunden, die ein Konto bei einer Bank besitzen, die Möglichkeit eines Kontoüberzugs, also eines negativen Saldos. Die Überzugslimite wird Kreditlinie genannt. Der Überzug wird als sog. Kontokorrentkredit bezeichnet.

Summen und Zinssätze

Der Kredittyp beeinflusst direkt die zum Bezug verfügbare Summe und den vom Finanzinstitut auferlegten Zinssatz. Obwohl die Modalitäten sich von einem Kreditgeber zum anderen unterscheiden, kann man die Unterschiede zwischen diesen Kredittypen einfach aufzeigen:

  • Konsumkredit: Dieses Darlehen ermöglicht es, die grösstmöglichen Summen auszuleihen. Der Bund hat den Zinssatz auf bis zu 10% beschränkt.
  • Überziehungskredit: Dieser Darlehenstyp ist am einfachsten verfügbar, nämlich per Kreditkarte. Das Limit hängt von der Situation des Kreditnehmers ab, normalerweise zwischen 2’000 und 5’000 CHF. Der Zinssatz bei einer Ratenzahlung ist normalerweise relativ hoch und vom Bund auf 12% beschränkt.
  • Kontokorrentkredit: Die Kreditlimite hängt in erster Linie von den Modalitäten des Bankkontos ab. Normalerweise kann ein Konto nur zu Beträgen überzogen werden, die im Vergleich zum Konsumkredit klein sind.

Falls eine Kreditkarte so hoch belastet oder ein Konto so hoch überzogen ist, dass eine Rückzahlung nicht möglich ist, gibt es die Möglichkeit, einen Konsumkredit zur Schuldentilgung aufzunehmen. Man spricht dabei von der Kreditablösung (oder manchmal von Umgruppierung). Vom niedrigeren Zinssatz abgesehen ist es ebenfalls möglich, eine längere Darlehensdauer zu vereinbaren, um eine massiv niedrigere Monatsrate zu erhalten (bis zu -40%).

Artikel verfasst vom Team der Firma Kreditzins www.kreditzins.ch